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Die zentrale Wasserversorgung von der Hochbehälteranlage Scharfenberg PDF Drucken E-Mail

Die zentrale Wasserversorgung von der Hochbehälteranlage Scharfenberg

Der WBV beauftragte im Jahr 2005 das Technologiezentrum Wasser (TZW), Karlsruhe, mit einer Untersuchung bezüglich der dezentralen Einspeisung unterschiedlicher Wässer in das Versorgungsnetz. Die Untersuchung führte zu dem Ergebnis, dass zur Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik lt. DVGW-Arbeitsblatt W 216 eine genauere Trennung der Versorgungszonen vorzunehmen ist. Mit der Neuordnung der Trinkwasserversorgung sollten die Versorgungszonen minimiert und die Wasserhärte der mit eigenen Brunnenwässern versorgten Bereiche durch eine zentrale Mischung mit dem deutlich weicheren Wasser vom Wahnbachtalsperrenverband gesenkt werden.

Als zielführendes Versorgungskonzept hatte das TZW die Schaffung von zwei Versorgungszonen vorgeschlagen. Dieses wurde auch entsprechend umgesetzt. Unklar war zum Zeitpunkt der Empfehlung eine mögliche Wiederinbetriebnahme des Brunnen VI (Auf dem Schnorrenberg). Hierzu wurde ab Juli 2007 eine eingehende Untersuchung des Rheinisch Westfälischen Instituts für Wasser (IWW), Mülheim, durchgeführt. Eine Wiederinbetriebnahme kam wegen des relativ harten Rohwassers nur bei Betrieb der Enthärtungsanlage (Umkehrosmose) in Betracht.

Die Wiederinbetriebnahme des Brunnen VI erfolgte nach umfangreichem Testbetrieb am 1. Februar 2009.Zur Umsetzung des Gesamtkonzeptes führte das Rechenzentrum für Versorgungsnetze Wehr, Düsseldorf, die Berechnungen zur Ermittlung der notwendigen Änderungen und Erweiterungen des Leitungsnetzes durch.

Nachfolgende Maßnahmen wurden seit dem Jahr 2006 zur Realisierung des Mischwasserkonzeptes und zur Versorgungssicherheit durchgeführt:

  • Bau eines zweiten Vorlaufbehälters am Wasserwerk Lauterbachtal sowie Sanierung des vorhandenen Vorlaufbehälters
  • Bau von zwei parallel verlaufenden Transportleitungen (Füll- und Entnahmeleitung) vom Wasserwerk Lauterbachtal zum Hochbehälter Scharfenberg von jeweils 600 Meter sowie Installation von zwei Förderpumpen im Bedienhaus des neuen Vorlaufbehälters
  • Erneuerung der Außenverrohrung am Hochbehälter Scharfenberg und Bau von zwei Messschächten zur Ein- und Ausspeisung
  • Erneuerung der Innenverrohrung einschl. Anlagentechnik sowie der Elektrotechnik mit Steuerung- und Regelanlage im Hochbehälter Scharfenberg (technische Beratung und Bauüberwachung durch Ingenieurbüro Bieske und Partner, Lohmar)
  • Bau von zwei parallel verlaufenden Transportleitungen (2.400 Meter) vom Hochbehälter Scharfenberg zum Schnorrenberg als Einspeiseleitung vom Brunnen VI sowie als Ausspeiseleitung vom Hochbehälter Scharfenberg einschl. Bau eines Messschachtes
  • Erneuerung der Förderpumpen im Maschinenhaus des Wasserwerks Lauterbachtal und Änderung des Leitungssystems

Seit Ende November 2010 werden die Wässer der eigenen Brunnenanlagen mit dem Wasser des Wahnbachtalsperrenverbandes in der Hochbehälteranlage Scharfenberg zentral gemischt und von dort über drei Transportleitungen in die Verteilnetze abgegeben sowie in die weiteren Hochbehälter Kleiner ÖlbergLohrberg und Eudenbach gefördert.